Der erste Schritt hin zur digitalen Zahnheilkunde kann für Zahnärzte beängstigend sein. Doch Dr. August de Oliveira ist überzeugt: Es lohnt sich auf jeden Fall. August ist seit 27 Jahren Allgemeinzahnarzt und arbeitet seit 20 Jahren digital. Für diesen exoBlog werfen wir einen Blick in seine technologisch fortschrittliche Praxis in Encino, Kalifornien. Dort erklärt er, warum er sich eine Zahnheilkunde ohne exocad Software nicht mehr vorstellen kann und wie er sein Team für den digitalen Wandel begeisterte.
Q: Warum nutzen Sie DentalCAD von exocad für Ihre Designs und Restaurationen?
A: Es ist einfach die beste Software. Ich habe viele CAD/CAM-Systeme ausprobiert, aber die anderen sind sehr eingeschränkt. Mit exocad kann ich alles machen. Wenn ich ein Problem oder einen komplexen Fall habe, bietet mir DentalCAD immer Optionen und Lösungen. Zum Beispiel hatte ich eine Patientin mit Mundkrebs, bei der eine Kieferresektion durchgeführt wurde. Wir haben schließlich eine Hybridversorgung gemacht. Aufgrund des Knochenaufbaus und der Schmerzen gab es einige Schwierigkeiten, aber ich konnte mit DentalCAD alles lösen. Ohne die Software wäre das nicht möglich gewesen.
“Mit dem Smile Creator Module habe ich die volle Kontrolle und kann alles genau abstimmen – mit dem Labor und dem Patienten.”
Q: Welche exocad Module sind für Ihre Arbeit besonders hilfreich??
A: Das Smile Creator Module ist ein zentraler Bestandteil meiner Praxis. Viele denken, dass es nur für junge Patienten und Non-Prep-Veneers geeignet ist. Aber wir nutzen es auch für Prothesen, Hybride und jede Art von Frontzahnrestaurationen. Vom Waxup über das Provisorium bis zur finalen Restauration machen wir alles mit derselben STL-Datei – das ist entscheidend. Früher, bei konventionellen Waxups, gab es Interpretationsspielraum. Oft genug kam es vor, dass Patienten ihre Provisorien geliebt haben und vom finalen Ergebnis enttäuscht waren. So etwas kostet viel Zeit am Behandlungsstuhl. Mit dem Smile Creator Module habe ich die volle Kontrolle und kann alles genau abstimmen – mit dem Labor und dem Patienten.
Um dieses YouTube-Video anzusehen, müssen Sie der Verwendung von funktionalen und Werbe-Cookies zustimmen. Ein entsprechender Link, um Ihre Cookie-Präferenzen anzupassen, befindet sich unten auf dieser Seite.
Sehen Sie sich dieses YouTube-Video an, um zu erfahren, wie Dr. August de Oliveira die Patientenzufriedenheit mit dem Smile Creator Module steigert.
Q: Haben Sie ein Lieblingstool im Smile Creator Module?
A: Ich finde das Smile Creator Fenster genial. Wenn ich die Zähne platziere oder freiforme, sehe ich die Veränderungen direkt im Bild. Ohne das Bild sehen die Dinge oft „ok“ aus – aber mit der visuellen Rückmeldung erkennt man sofort, wie sich das Lächeln verändert. Das hilft enorm.
Q: Sie haben schon frühzeitig mit digitalen Workflows gearbeitet. Wie haben Sie Ihr Team geschult?
A: Ich habe anfangs die Restaurationen designt und mein Team hat sie gedruckt. Wir hatten schon eine Weile ein CEREC-System, also wussten sie, wie sie die Fräsmaschine einrichten mussten. Ich habe ihnen das 3D-Drucken beigebracht. Heute übernehmen sie alle Aufgaben nach dem Design: Gerüste anbringen, nachbearbeiten, einfärben und glasieren. Meine zahnmedizinische Assistentin erkennt den Charakter jeder Restauration – sie übernimmt die Farbbestimmung.
“Zahnärzte sind oft motiviert und wollen gleich alles machen… Ich rate ihnen, sich zu entspannen und klein anzufangen. Wenn das Team noch keine Erfahrung mit 3D-Druck hat, dann beginnt man mit Modellen, Bohrschablonen oder Knirscherschienen – Dinge, bei denen wenig schiefgehen kann.”
Q: Welchen Rat geben Sie Kollegen, die ihr Team von digitalen Workflows überzeugen möchten?
A: Zahnärzte sind oft motiviert und wollen gleich alles machen – Kronen, Prothesen, Hybride. Ich rate ihnen, sich zu entspannen und klein anzufangen. Wenn das Team noch keine Erfahrung mit 3D-Druck hat, dann beginnt man mit Modellen, Bohrschablonen oder Knirscherschienen – Dinge, bei denen wenig schiefgehen kann. Danach kann man sich gemeinsam an komplexere Fälle herantasten. Denn wenn man Restaurationen druckt, entscheidet die Herangehensweise darüber, ob das Ergebnis passt.
Q: Welche Trends beobachten Sie aktuell in Südkalifornien?
A: Meine Patienten haben oft wenig Zeit. Behandlungen am selben Tag anzubieten, ist daher extrem wichtig. Dafür braucht man digitale Designmöglichkeiten in der Praxis. Meine Patienten haben sich an den Same-Day-Workflow gewöhnt und erwarten ihn mittlerweile auch.
Q: exocad in einem Wort?
A: Vielseitig. Ich liebe es. Ich nenne es das Schweizer Taschenmesser der digitalen Zahnheilkunde. Mit exocad kann ich einfach alles machen.
Dr. August de Oliveira schloss sein Studium an der University of Washington School of Dentistry 1997 als einer der obersten 10 % seines Jahrgangs ab. Nach dem Umzug von Seattle nach Los Angeles absolvierte er ein zusätzliches General-Practice-Residency-Jahr am VA Sepulveda, wo er fortgeschrittene Techniken in Endodontie, Implantologie und restaurativer Zahnheilkunde erlernte. Dr. de Oliveira hält weltweit wöchentliche Vorträge zu vier Hauptthemen: CAD/CAM (z. B. Sofortkronen), DVT (3D-Röntgen), Implantologie und 3D-Druck. Er spricht über alles – von Einzelzahnimplantaten bis hin zur komplexen zahnlosen Versorgung. Als Pionier der DVT-geführten Chirurgie wurden seine Beiträge in zahlreichen Fachzeitschriften veröffentlicht und er half bei der Entwicklung von Software für verschiedene Dentalunternehmen. Zudem ist er Autor dreier Fachbücher über Implantologie und 3D-Druck. Folgen Sie seiner Arbeit auf Facebook oder Instagram.
von Caitlan Reeg Texterin bei exocad
Caitlan Reeg verbringt ihre Tage damit, der Welt von den Innovationen erzählen, die ihre Kollegen entwickeln. Gesundheitsthemen, Technologien und die Art und Weise, wie diese beiden Bereiche ineinandergreifen, um unser Leben zu verbessern, begeistern sie. Früher hat Caitlan als Journalistin bei Dow Jones Newswires in Frankfurt und beim nationalen öffentlichen Radiosender Marketplace in Los Angeles gearbeitet.